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Kapitel № 17 · 1830 – 1988

Wie die Segregation ein besseres Thema fand

Die christliche Rechte mobilisierte sich nicht wegen der Abtreibung. Sie mobilisierte sich wegen segregierter Schulen und suchte sich dann ein Banner.

Darby’s tours, 1862–77Five years before HerzlBob Jones UniversityExemption revoked, 1976LynchburgFalwell’s academy, 1967Neshoba CountyThe 1980 campaign opens hereWashingtonThe IRS, and HeritageChicagoMoody, and the Blackstone MemorialPlymouthDarby and the Brethren, 1830sJerusalemWhere the schedule requires a temple2 500 kmN
Atlas Wo es geschah. Two strands, one map. The southern dots are the political history: a university that would not admit Black students, an academy founded in 1967, and the county fair where a presidential campaign opened with a line about states’ rights a few miles from where three civil rights workers had been murdered. The two arrows are the theological one: a system worked out by an Anglo-Irish minister in the 1830s, carried to America on lecture tours, and pointed at Jerusalem.
Chronologie

Wann es geschah

  1. the 1830s Darby works out dispensationalism History divided into epochs, prophecy read literally, the promises to Israel held separate from the church, and a rapture before the tribulation.
  2. 1891 The Blackstone Memorial Four hundred prominent Americans ask the president to restore Palestine to the Jews, five years before Herzl published, six before the First Zionist Congress.
  3. 1909 The Scofield Reference Bible The interpretation printed as annotations on the same page as the text. For millions of readers the two became hard to distinguish.
  4. 1954 Brown v. Board of Education Followed across the South by new private academies, very often church-affiliated, and tax-exempt.
  5. 1967 Falwell founds an academy; Israel takes the Old City Both strands acquire their decisive fact in the same year.
  6. 1970 The Late Great Planet Earth Reportedly the best-selling non-fiction book of the decade in the United States.
  7. 1971 The Southern Baptist Convention on abortion Calls for legislation permitting it in cases including rape, incest, fetal deformity and the mother’s health. Reaffirmed in 1974 and 1976 — after Roe.
  8. 1971 Green v. Connally A school practising racial discrimination is not charitable in law, and cannot hold tax exemption. The IRS begins applying it.
  9. 1973 Roe v. Wade Opposition to abortion was understood at the time as a Catholic position, and some Protestant commentary was anti-Catholic on that ground.
  10. 1976 Bob Jones University loses its exemption Weyrich’s own account: not abortion, not school prayer, not pornography: this is what finally galvanised them.
  11. 1979 The Moral Majority, and the retrofit Schaeffer and Koop’s film series supplies the theology. Abortion recruits Catholics, and makes participants feel righteous rather than defensive.
  12. August 1980 Neshoba County A campaign opened on states’ rights, a few miles from where three civil rights workers were murdered in 1964.
  13. 1981 Atwater describes the sequence You start with the openly racist word; by the later stages you are saying tax cuts, and it is all entirely abstract.
  14. 1983 Bob Jones University v. United States The revocation upheld. The university did not drop its ban on interracial dating until 2000.
  15. 2006 Christians United for Israel founded A coalition between two groups whose ultimate expectations are incompatible, which functions anyway because in the short run both want the same policies.
Read the two columns of dates against each other. In 1971 the largest Protestant body in the United States called for legislation permitting abortion in a wide range of cases, and a federal court held that a school practising racial discrimination could not be charitable in law. The mobilisation that followed was organised around the second and presented as being about the first.

Markierte Begriffe tragen eine kurze Erklärung: mit der Maus darüberfahren oder auf dem Touchscreen antippen.

„Ich war dabei. Die Abtreibung war nicht das Thema.“

— die Zusammenfassung des Historikers Randall Balmer dessen, was ihm die Organisatoren der Bewegung selbst über 1978 erzählten

Die gängige Erzählung über die amerikanische religiöse Rechte lautet, Roe v. Wade habe 1973 einen schlafenden evangelikalen Riesen geweckt, der sich zur Verteidigung des ungeborenen Lebens mobilisierte und die Republikanische Partei umformte. Nahezu jedes Element dieser Erzählung ist falsch, und wir wissen, dass es falsch ist, weil die Männer, die die Bewegung aufbauten, es selbst sagten, öffentlich, während sie sie aufbauten.

Dieses Kapitel hat zwei Stränge, die sich schließlich verflechten: die politische Geschichte, wie aus der Verteidigung segregierter Schulen ein moralischer Kreuzzug wurde, und die theologische Geschichte eines apokalyptischen Systems aus dem neunzehnten Jahrhundert, das eine bestimmte Sorte amerikanischer Christen zu bedingungslosen Parteigängern eines fremden Staates machte.

Was Evangelikale tatsächlich über Abtreibung dachten

Beginnen wir mit dem Beleg dafür, dass es bei der Mobilisierung nicht um Abtreibung gegangen sein kann, denn den größten Teil der 1970er Jahre über vertraten die amerikanischen Evangelikalen nicht die Position, die ihnen heute zugeschrieben wird.

  • 1971 verabschiedete die Southern Baptist Convention (die größte protestantische Körperschaft der Vereinigten Staaten) eine Resolution, die eine Gesetzgebung forderte, welche Abtreibung unter anderem bei Vergewaltigung, Inzest, fötaler Fehlbildung sowie bei Schädigung der emotionalen, geistigen oder körperlichen Gesundheit der Mutter erlaubt. Sie bekräftigte diese Position 1974 und 1976, nach Roe.
  • W. A. Criswell, der prominenteste Pastor der SBC, sagte nach Roe, er habe stets empfunden, dass ein Mensch erst mit der Geburt zum Individuum werde und dass sich durchsetzen solle, was für die Mutter und die Familie das Beste sei.
  • Die Ablehnung der Abtreibung galt damals als katholische Position. Protestantische Kommentare behandelten sie häufig als solche, und ein Teil davon war aus eben diesem Grund ausdrücklich antikatholisch.

Zwischen 1973 und 1979 änderte sich etwas, und es war nicht die Theologie.

Was sie tatsächlich mobilisierte

Der Auslöser war der Steuerstatus segregierter christlicher Schulen.

Nach Brown v. Board of Education (1954) und dem Civil Rights Act (1964) nahmen weiße Familien überall im Süden ihre Kinder aus den sich integrierenden öffentlichen Schulen und schickten sie auf neue Privatakademien, sehr oft in kirchlicher Trägerschaft. Sie waren allgemein als bekannt, und es gab Tausende von ihnen. Sie waren steuerbefreit.

Dann bewegten sich die Gerichte. In (1971) entschied ein Bundesgericht, dass eine Einrichtung, die Rassendiskriminierung praktiziert, im Rechtssinne nicht „gemeinnützig“ ist und keine Steuerbefreiung besitzen kann. Die Bundessteuerbehörde IRS begann, diesen Grundsatz anzuwenden. Ihr auffälligstes Ziel war die Bob Jones University in South Carolina, die damals die Aufnahme schwarzer Studierender verweigerte, dann nur verheiratete schwarze Studierende aufnahm, dann auch unverheiratete schwarze Studierende, dies aber unter einer Regel, die Verabredungen und Ehen zwischen den Rassen untersagte — eine Regel, die die Universität erst im Jahr 2000 fallen ließ. Die IRS widerrief 1976 ihre Steuerbefreiung, und der Supreme Court bestätigte den Widerruf in Bob Jones University v. United States (1983).

Paul Weyrich (der politische Chefarchitekt der Bewegung, Mitbegründer der Heritage Foundation und der Mann, der der ihren Namen gab) versuchte jahrelang erfolglos, evangelikale Führungsfiguren für verschiedene Themen zu gewinnen. Nach seiner eigenen, auf Konferenzen wiederholten und vom Historiker Randall Balmer aufgezeichneten Darstellung war es am Ende nicht die Abtreibung, nicht das Schulgebet und nicht die Pornografie, was sie aufrüttelte, sondern das Vorgehen der IRS gegen segregierte christliche Schulen. Balmer hat die Darstellung veröffentlicht, und Weyrich hat sie nie bestritten.1

Die Abtreibung wurde daraufhin ausgewählt. Sie hatte offenkundige Vorteile: Sie war moralisch eindeutig auf eine Weise, wie es die Verteidigung von Segregationsakademien nicht war, sie holte Katholiken in eine protestantisch geführte Koalition, und sie ließ die Beteiligten sich rechtschaffen statt defensiv fühlen. Die Filmreihe Whatever Happened to the Human Race? von Francis Schaeffer und C. Everett Koop aus dem Jahr 1979 lieferte die theologische Nachrüstung, und Jerry Falwell (der 1967 in Lynchburg eine Privatakademie gegründet und 1958 gegen die Integration gepredigt hatte) wurde zum öffentlichen Gesicht einer Bewegung, in der es um das Leben ging.

Jerry Falwell, Anführer der Moral Majority, spricht in Florida vor der Presse
Jerry Falwell und die Moral Majority, gegründet 1979. Binnen achtzehn Monaten beanspruchte sie Millionen registrierter Wähler für sich, und ihr wurde zugeschrieben, Ronald Reagan die evangelikale Wählerschaft zugeführt zu haben.State Archives of Florida · Wikimedia Commons · public domain

1980, und was die Koalition einbrachte

Ronald Reagan (geschieden, nicht sonderlich religiös und als Gouverneur derjenige, der 1967 in Kalifornien eines der liberalsten Abtreibungsgesetze des Landes unterzeichnet hatte) wurde zum Kandidaten der Bewegung. Im August 1980 eröffnete er seinen Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl auf der Neshoba County Fair in Mississippi, wenige Meilen von der Stelle entfernt, an der 1964 drei Bürgerrechtsaktivisten ermordet worden waren, und erklärte der Menge, er glaube an die Rechte der Einzelstaaten.

Der Euphemismus war kein Zufall, und die dahinterstehende Strategie hatte der republikanische Wahlkampfstratege Lee Atwater in einem 1981 gegebenen Interview mit brutaler Klarheit beschrieben: Man beginne damit, das offen rassistische Wort auszusprechen, erläuterte er, und in den späteren Stadien rede man von Steuersenkungen, alles sei dann vollkommen abstrakt, und ein Nebenprodukt davon sei, dass Schwarze härter getroffen würden als Weiße.2

Das ist der Mechanismus dieses Kapitels in einem Absatz: dieselbe politische Wählerschaft, dasselbe zugrunde liegende Interesse und eine Folge von immer respektableren öffentlichen Themen.

Ein Schild aus der Jim-Crow-Zeit mit der Aufschrift COLORED WAITING ROOM an einem Busbahnhof
Was die Schulen bewahren sollten. Als die ausdrückliche Fassung rechtlich und gesellschaftlich unsagbar wurde, ging dieselbe Politik unter anderen Überschriften weiter: Privatakademien, Steuerbefreiung, „Rechte der Einzelstaaten“ und schließlich ein moralischer Kreuzzug.Esther Bubley, Office of War Information · Wikimedia Commons · public domain

Der andere Strang: ein apokalyptisches System aus dem Jahr 1830

Nun zur Theologie, denn sie erklärt eine Außenpolitik.

John Nelson Darby, ein anglo-irischer Geistlicher, der die Church of Ireland verließ und sich den Plymouth Brethren anschloss, arbeitete in den 1830er Jahren ein System aus, das Dispensationalismus heißt. Es teilt die Geschichte in unterschiedliche Epochen oder Haushaltungen ein, in denen Gott den Menschen nach jeweils anderen Bedingungen begegnet; es hält daran fest, dass die biblische Prophetie wörtlich zu lesen ist; es besteht darauf, dass die Verheißungen an Israel von der Kirche getrennt sind und durch sie nicht erfüllt werden; und es führte die Lehre von der Entrückung ein, der Hinwegnahme der wahren Gläubigen vor einer Zeit der Trübsal, gefolgt von der Wiederkunft Christi.

Darby bereiste Nordamerika zwischen 1862 und 1877 wiederholt. Sein System wurde durch Bibelkonferenzen und durch die (1909) populär gemacht, die die Auslegung als Anmerkungen auf derselben Seite wie den Text abdruckte. Für Millionen von Lesern wurden Scofields Anmerkungen und die Schrift schwer auseinanderzuhalten. Institutionen folgten: das Moody Bible Institute, das Dallas Theological Seminary, ein Netz von Bibelhochschulen.3

Die maßgebliche Folge ist diese: In der dispensationalistischen Prophetie ist die Rückführung der Juden in das Land Israel eine notwendige Voraussetzung für die endzeitliche Abfolge. Die Unterstützung eines jüdischen Staates ist daher keine Frage der Politik oder der Sympathie. Sie ist Teilnahme am prophetischen Fahrplan.

Der christliche Zionismus kam zuerst

Die Chronologie überrascht die Leute. 1891 überreichte der Chicagoer Geschäftsmann und Evangelist William Blackstone Präsident Benjamin Harrison eine Denkschrift, die eine internationale Konferenz zur Rückgabe Palästinas an die Juden forderte, unterzeichnet von mehr als vierhundert prominenten Amerikanern: Finanziers, Herausgeber, Geistliche, Kongressabgeordnete, darunter J. P. Morgan und John D. Rockefeller. Das war fünf Jahre, bevor Theodor Herzl Der Judenstaat veröffentlichte, und sechs Jahre vor dem Ersten Zionistenkongress.4

Der amerikanische christliche Zionismus geht dem politischen jüdischen Zionismus als organisierter amerikanischer Sache mithin voraus, und seine Beweggründe waren von Anfang an eschatologisch, nicht humanitär.

Die Staatsgründung Israels 1948 und, weit mehr noch, die Einnahme der Jerusalemer Altstadt 1967 lasen sich für Dispensationalisten als sichtbar sich vollziehende Prophetie. Hal Lindseys The Late Great Planet Earth (1970) machte aus dem Denkgebäude ein Taschenbuch für den Massenmarkt und war Berichten zufolge das meistverkaufte Sachbuch des Jahrzehnts in den Vereinigten Staaten; die Romane der -Reihe verkauften sich ab 1995 weitere zig Millionen Mal.

Der dritte Tempel und seine seltsame Koalition

Ein Zweig der Prophetie verlangt einen wiederaufgebauten Tempel an der Stelle, an der heute der Al-Aqsa-Komplex steht. Ab den 1980er Jahren fand eine kleine israelische Bewegung, die sich der Vorbereitung eines dritten Tempels widmete (Geräte, Priestergewänder, Ausbildung), Geldmittel und Begeisterung unter amerikanischen Evangelikalen, einschließlich der gut dokumentierten Beteiligung christlicher Rancher an der Zucht makelloser roter Kühe für den in 4. Mose 19 beschriebenen Reinigungsritus.5

Dies ist eine Koalition zwischen zwei Gruppen, deren letzte Erwartungen unvereinbar sind: Das dispensationalistische Szenario endet mit der Massenbekehrung oder der Vernichtung derjenigen Juden, die Christus nicht annehmen — eine Tatsache, auf die aus jüdischen Gemeinden heraus seit Jahrzehnten hingewiesen wird und die gleichwohl funktioniert, weil beide auf kurze Sicht dieselbe Politik wollen. Christians United for Israel, gegründet 2006, beansprucht heute eine Mitgliederzahl in Millionenhöhe und ist eine bedeutende Lobbykraft.

Der Mechanismus, allgemein formuliert

Streicht man das Besondere, bleibt eine wiederholbare politische Technik übrig, und sie ist der Grund, weshalb dieses Kapitel an dieser Stelle der Chronik steht.

  1. Eine politische Koalition hat ein Interesse, das sie nicht länger offen aussprechen kann, weil die offene Aussage gesellschaftlich inakzeptabel geworden ist.
  2. Ihre Organisatoren suchen nach einem Thema, das dieselben Wähler mobilisiert, moralisches Ansehen statt Scham verleiht und sich als Verteidigung von Kindern, Familie oder natürlicher Ordnung darstellen lässt.
  3. Das Thema wird anschließend theologisch unterfüttert, und binnen eines Jahrzehnts glauben die Beteiligten aufrichtig, es sei von jeher das Kernanliegen gewesen.
  4. Dem ursprünglichen Interesse ist die ganze Zeit über gedient, weil die Koalition, die es zusammenhält, in allem Übrigen als Block abstimmt.

Balmers Darstellung und Weyrichs eigene Worte sind die Belege für Schritt zwei im Fall der 1970er Jahre. Die These der Chronik lautet, dass es sich um eine allgemeine Technik handelt und nicht um einen Einzelfall.

Wo dieses Kapitel mit sich selbst streitet

Zwei Dinge, die dieses Kapitel sorgsam nicht sagt. Es sagt nicht, dass einzelne Abtreibungsgegner unaufrichtig seien: Millionen vertreten diese Position aus echter Überzeugung, darunter viele, die keinerlei Verbindung zu der hier beschriebenen politischen Geschichte haben, und die moralische Frage ist eine, die vernünftige Menschen unterschiedlich beantworten. Die Behauptung betrifft, wie und von wem die Bewegung organisiert wurde, nicht das Innenleben ihrer Mitglieder.

Dieselbe Vorsicht gilt für die moderne Parallele, die die Chronik durchaus zieht. Die plötzliche Konzentration politischer Energie auf transgeschlechtliche Menschen (Hunderte von Gesetzentwürfen in den Einzelstaaten nach 2020, wo es zuvor eine Handvoll gegeben hatte, koordinierte Mustergesetzgebung und ein Volumen an politischer Werbung, das in keinem Verhältnis zur Größe der betroffenen Bevölkerungsgruppe steht) trägt die Handschrift eines Themas, das wegen seiner mobilisierenden Eigenschaften ausgewählt wurde: eine kleine und unbeliebte Gruppe, der Anspruch, Kinder zu schützen, und eine moralische Überlegenheit, die keinen Spender etwas kostet. Das ist ein Argument über politisches Unternehmertum und Themenauswahl, und als solches wird es vorgetragen. Es ist keine Behauptung, dass jeder, den die damit verbundenen Fragen umtreiben, in böser Absicht handelt, und eine Chronik, die das behauptete, täte genau das, was sie kritisiert.

Ausblick

Bis 1980 war die Koalition zusammengefügt: eine Wirtschaftselite, die Deregulierung und Steuersenkungen wollte, eine südstaatliche politische Basis, die sich um die Rassenfrage neu geordnet hatte, aber von Moral sprach, und eine theologische Klientel mit einem apokalyptischen Interesse am Nahen Osten. Kapitel 18 verfolgt, was diese Koalition in den folgenden vierzig Jahren im Inneren tat und was es bedeutet, dass ein derart reiches Land noch immer nicht bauen kann, was es teilen müsste.

Fußnoten

  1. Randall Balmer, Thy Kingdom Come: How the Religious Right Distorted the Faith and Threatens America (New York: Basic Books, 2006), sowie Balmer, „The Real Origins of the Religious Right“, Politico Magazine, 27. Mai 2014. Zu den Schulen selbst Joseph Crespino, In Search of Another Country: Mississippi and the Conservative Counterrevolution (Princeton, 2007). ↩
  2. Lee Atwater, Interview mit Alexander P. Lamis, 1981, anonym veröffentlicht in Lamis, The Two-Party South (Oxford University Press, 1984) und nach Atwaters Tod zugeschrieben; die Tonaufnahme wurde 2012 von The Nation veröffentlicht. ↩
  3. Ernest R. Sandeen, The Roots of Fundamentalism: British and American Millenarianism, 1800–1930 (Chicago: University of Chicago Press, 1970); George M. Marsden, Fundamentalism and American Culture, 2. Aufl. (Oxford, 2006). ↩
  4. Yaakov Ariel, An Unusual Relationship: Evangelical Christians and Jews (New York: NYU Press, 2013); Robert O. Smith, More Desired than Our Owne Salvation: The Roots of Christian Zionism (Oxford, 2013). ↩
  5. Motti Inbari, Jewish Fundamentalism and the Temple Mount (Albany: SUNY Press, 2009); Gershom Gorenberg, The End of Days: Fundamentalism and the Struggle for the Temple Mount (New York: Free Press, 2000). ↩
Dramatis personae

Wer beteiligt war

  1. Figuren

    John Nelson Darby

    1800 – 1882 Anglo-Irish minister; founder of dispensationalism

    The prophetic schedule

    He worked out in the 1830s a system dividing history into epochs, reading prophecy literally, holding the promises to Israel separate from the church, and introducing the rapture. He toured North America repeatedly between 1862 and 1877. The consequence that matters for foreign policy is one clause: the restoration of the Jews to the land is a required precondition of the end-time sequence, so support for a Jewish state is not politics but participation.

    Sandeen, The Roots of Fundamentalism (1970)

  2. Figuren

    William E. Blackstone

    1841 – 1935 Chicago businessman and evangelist

    Restoration, on schedule

    In 1891 he presented the president with a memorial urging an international conference to restore Palestine to the Jews, signed by more than four hundred prominent Americans including J. P. Morgan and John D. Rockefeller. That was five years before Herzl published Der Judenstaat. American Christian Zionism predates organised political Jewish Zionism as an American cause, and its motives were eschatological from the start.

    Ariel, An Unusual Relationship (2013)

  3. Figuren

    C. I. Scofield

    1843 – 1921 Editor of the Scofield Reference Bible

    The notes, on the same page

    His 1909 edition printed the dispensational interpretation as annotations alongside the text. For millions of readers the notes and the scripture became difficult to distinguish, which is a remarkable achievement of publishing design, and the mechanism by which a nineteenth-century system became, for a large American constituency, simply what the Bible says.

  4. Fraktionen

    The Southern Baptist Convention

    founded 1845 The largest Protestant body in the United States

    Changed, and forgot that it had

    In 1971 it passed a resolution calling for legislation permitting abortion in cases including rape, incest, fetal deformity and damage to the mother’s emotional, mental or physical health, and reaffirmed it in 1974 and 1976, after Roe. Its most prominent pastor said publicly after Roe that he had always felt a person did not become an individual until birth. Something changed between 1973 and 1979, and it was not the theology.

  5. Figuren

    Paul Weyrich

    1942 – 2008 Political organiser; co-founder of the Heritage Foundation

    Whatever mobilises them

    He gave the Moral Majority its name, and he spent years trying to interest evangelical leaders in one issue after another without success. His own account (repeated at conferences, recorded by the historian Randall Balmer, and never disowned) is that what finally galvanised them was not abortion, not school prayer, not pornography, but the IRS action against segregated Christian schools.

    Balmer, Thy Kingdom Come (2006)

  6. Figuren

    Jerry Falwell

    1933 – 2007 Founder of the Moral Majority

    The public face of the retrofit

    He had preached against integration in 1958 and founded a private academy in Lynchburg in 1967, and he became the public face of a movement about life. The Moral Majority, founded in 1979, claimed millions of registered voters within eighteen months and was credited with delivering the evangelical vote to a divorced, not notably religious candidate who had signed one of the most liberal abortion laws in the country as governor of California.

  7. Figuren

    Lee Atwater

    1951 – 1991 Republican campaign strategist

    The sequence, described

    In a 1981 interview he set out the mechanism with brutal clarity: you start out saying the openly racist word, and by the later stages you are saying tax cuts, and it is all entirely abstract, and a by-product is that Black people get hurt worse than whites. The audio was released in 2012. It is the clearest available description of the chapter’s technique, given by one of its practitioners.

    Atwater, interview with Alexander P. Lamis (1981)

  8. Figuren

    Randall Balmer

    b. 1954 Historian of American religion

    What the organisers said at the time

    His summary of what the movement’s own architects told him is four words long: abortion was not the issue. The importance of the finding is methodological. We do not know the movement was organised around segregated schools because a critic inferred it; we know because the men who built it said so, in public, while they were building it.

    Balmer, "The Real Origins of the Religious Right" (2014)

rwandafacts Eine wissenschaftliche Chronik, mit Belegen.
Die Inhalte sind belegt; Korrekturen sind willkommen.